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Die Bessere Achse: Mein Anti-Populismus Projekt

Ich habe es in meinem letzten Post ja schon einmal formuliert: Ich möchte den Populisten durch eine effektive (nachhaltige) Kommunikationskampagne 2017 die Lufthoheit im meinungsbildenden, digitalen Raum nehmen.

Positiv formuliert: Ich möchte, dass deutlich wird, dass ihre Thesen und Positionen nicht unwidersprochen bleiben, dass sie in der Minderheit sind und ihnen damit den sich abzeichnenden Weg in den Mainstream abschneiden.

Das Ziel hat für den Moment sowohl eine Status-Quo (SERP) als auch eine Echtzeit-Komponente (Social Signals). Google-Suchen nach populistischen Blogs sollten immer auch kritische Stimmen auf die erste Seite bringen. Und bei Bewertungs- und Mobbing-Attacken wie die auf die Scholz & Friends Seiten und Hensel möchte ich gerne schnelles Unterstützungspotenzial aktivieren können, so eine Art agile, demokratische Eingreiftruppe. Kein Aktivist auf „unserer Seite“ sollte Angst Haben müssen, sich zu engagieren.

Wenn das gelingen soll, müssen wir meines Erachtens allerdings darauf verzichten, ein konkretes und positives politisches Ziel für „unsere Seite“ zu formulieren. Damit schließen wir zu viele potenzielle Unterstützer aus. Diese Zielformulierung ist meines Erachtens auch Aufgabe des demokratischen und parlamentarischen Regeldiskurses. Für diese Initiative ist sie zudem nicht unbedingt nötig. Es reicht schon, wenn wir uns darauf einigen, wen wir ablehnen. Ich glaube, dass es möglich ist eine große Koalition von Gutwilligen aus allen Bereichen des politischen Spektrums zu schmieden, die einen Diskurs ablehnen der

  • populistisch (d.h. an niedere Instinkte und nicht an rationales Urteilsvermögen appellierend)
  • postfaktisch (d.h. behauptend und ohne Belege) und
  • rassistisch (d.h. generalisierend und ausschließend auf Basis ethnischen oder religiöser Kriterien)
  • ist. Tun sich alle nicht-populistischen, nicht-postfaktischen und nicht-rassistischen Engagierten zusammen, um gemeinsam eine Kommunikations-Initiative zu starten, sollte es möglich sein, die oben formulierten Ziele zu erreichen.

Für den ersten Schritt könnte man beginnen, eine Art kopierbarer Whitelist (z.B. in Form eines List-Blogposts) zu erstellen, eine Aufzählung von Blogs und influencern, die sich gesellschaftspolitisch engagieren und den oben genannten Kriterien entsprechen. Auf dieser Basis ließe sich zum einen eine Art virtueller Unterstützer-Gruppe definieren und zugleich eine erste Kommunikationsinfrastruktur in Form eines potenziellen Verteiler- und Backlink-Netzwerks aufbauen – was in sich schon der erste Schritt zur größeren Sichtbarkeit, sprich: Reichweite der Gutwilligen wäre.

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