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Warum gibt es keine Stiftung Schreiben?

Ich mag die Stiftung Lesen. Lesen ist enorm wichtig für mein Leben gewesen. Analoges Lesen, digitales Lesen, egal. Alles, was ich weiß, habe ich irgendwann gelesen. Ich bin Literaturwissenschaftler. Die Stiftung Lesen müsste erfunden werden, gäbe es sie nicht.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Wir alle haben die Möglichkeit jederzeit zu lesen. Inhalte sind ubiquitär verfügbar. Aber wir alle haben jetzt auch die Möglichkeit zu schreiben und gelesen zu werden. Jeder kann schreiben und publizieren. Jeder kann ein Blog führen, ein Buch veröffentlichen, posten und Beiträge verfassen. Jeder kann die Welt nicht nur erfahren, sondern auch etwas zu ihr beitragen.

Also, finde ich, sollte es auch eine „Stitung Schreiben“ geben. Es gibt in Deutschland ein großes Defizit im Hinblick auf das, was sie im angelsächsischen Raum „Creative Writing“ nennen. „Kreatives Schreiben“ ist angeblich nichts, was man lernen kann. Es wird gesehen als Gabe eines Genies, nicht als Handwerk. Das ist natürlich Unsinn und ich bin überzeugt, dass uns durch diese Einstellung eine Menge entgeht. An Kreativität, Ideen, Freude und Genuss. Für das Individuum und die Gesellschaft. Wir nutzen die Möglichkeiten, die wir haben, nicht gut aus. Wir konsumieren zu viel und schaffen zu wenig.

Deshalb würde ich gerne eine „Stitung schreiben“ gründen. Eine Institution, die Menschen hilft, ihre Stimme zu finden und ihr Ausdruck zu verleihen. Schamlos gestohlen bei der „Stitung Lesen“ stünde in der Satzung:

§ 1
Name, Rechtsform, Sitz, Geschäftsjahr

(1) Die Stiftung führt den Namen „Stiftung Schreiben“.
(2) Die Stiftung hat ihren Sitz in Köln.
(3) Geschäftsjahr ist das Kalen­der­jahr.

§ 2
Zweck der Stiftung

(1) Zweck der Stiftung ist die umfassende Förde­rung des Kreativen Schreibens („Creative Writing“) in allen Be­völ­ke­rungskreisen so­wie die Pflege und Er­hal­tung zeit­ge­mäßer, kreativer Schreib-Kul­tur.
(2) Zu den Aufgaben zählen im Besonderen die Förde­rung von Kreativem Schreiben in

Elternhaus, Kindergarten und Schule,
der kulturellen Jugendbildung,
der Erwachsenenbildung.

Ich würde das Schreiben gerne weit fassen. Mit Kreativem Schreiben meine ich nicht nur Belletristik. Es geht auch um Essays, Drehbücher, Storyboards, Gedichte, Reportagen, Blogs, als finales Werk oder als Vorbereitung für ein anderes. Aber es geht mir um geschriebenen Text, Text als Grundlage aller Gedanken.

Das hier ist nur eine spontane Idee. Keine Ahnung, wie ich diese Gedanken-PS auf die Straße bringen könnte. Geld ist wahrscheinlich wie immer das erste Problem. Stiftungskapital. Vielleicht ist eine Stiftung auch viel zu weit gesprungen zu Beginn. Es geht mir (noch) um die Initiative, nicht die Form.

Wenn jemand Ideen hat, Anregungen, Links, dann kann er mir gerne was schreiben.

 

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